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Über den Dächern von München

Ein Dachaufbau in der Münchner Maxvorstadt überzeugte die Jury des Velux Architekten-Wettbewerbs durch seine raffinierte Konstruktion und durchdachte Lichtführung.
04.12.2019

Die Maxvorstadt ist eine der begehrtesten Wohnlagen Münchens. In dem Stadtteil rund um die Alte und Neue Pinakothek, die imposante Ludwigstraße und die Bauten der Universität gibt es eine Vielzahl an Restaurants, Geschäften und Galerien. Auf die Nachfrage nach Wohnraum wird zunehmend durch Nachverdichtung reagiert. Pool Leber Architekten haben nun ein Mehrfamilienhaus aus den Achtzigerjahren aufgestockt und dadurch neue Wohnfläche geschaffen. Das Ergebnis überzeugte die Jury des Velux Architekten-Wettbewerbs 2019: sie zeichneten das Projekt mit dem zweiten Preis aus.

Zu Beginn der Planung standen die Architekten vor der Herausforderung, dass die Fundamente des vorhandenen Baus nicht ausreichend dimensioniert waren, um zusätzliche Geschosse zu tragen. Sie lösten die Aufgabe, indem zunächst das oberste Geschoss des Bestandes, das als Betonkonstruktion errichtet worden war, zurückgebaut wurde. Anschließend stockten sie den verbliebenen Teil des Altbaus wieder um drei Stockwerke auf – diesmal allerdings in Holzmassivbauweise. Dadurch wurden die Fundamente nicht überlastet. Nach außen tritt die Bauweise nicht zu Tage: Pool Leber Architekten verkleideten die neuen Geschosse einheitlich mit silbernem Stahlblech. Während der Aufbau zur Straßenseite nach Norden das ruhige Fassadenbild des Altbaus fortsetzt, wird er nach Süden durch Vor- und Rücksprünge stark rhythmisiert. Auch die Trauflinie des neuen Satteldaches steigt und fällt – eine Bewegtheit, die von den Fensterstürzen und Balkonbrüstungen aufgenommen wird.

Um die neue Wohnung in den oberen beiden Geschossen mit viel Tageslicht zu versorgen, haben die Architekten nicht nur bodentiefe Panoramafenster nach Süden einbauen lassen, sondern auch die Dachfläche auf der Nord- und Südseite durch Fenster geöffnet. Hier kommen Dachfenster von Velux zum Einsatz. Ihre Breite korrespondiert mit den Stahlblechbahnen, mit denen das Dach gedeckt wurde. Die in zwei unterschiedliche Himmelsrichtungen orientierten Fenster schaffen im großen Hauptwohnraum eine Vielzahl unterschiedlicher Lichtstimmungen. Von der Galerieebene darüber bietet sich zudem aus dem Dachfenster nach Süden ein wunderbarer Blick über die Innenstadt bis zu den Alpen. Auf der Nordseite gewähren die Fenster von Velux dagegen Aussicht auf das Olympiastadion.

Die Dachfenster verfügen über integrierte Hitzeschutzmarkisen und nutzen Velux Smart Ventilation – einen elektrischen Fensterlüfter, der konstante Frischluftzufuhr ohne Wärmeverlust ermöglicht. Darüber hinaus schaffen die Dachfenster die Möglichkeit, in der Wohnung querzulüften. Sie bilden zudem den zweiten Rettungsweg für die Feuerwehr im Falle eines Brandes und fungieren als Austritt für den Kaminkehrer.

Die Jury des Velux Architekten-Wettbewerbs lobte die ressourcenschonende Entscheidung, den Bestandsbau zu erhalten und durch die Aufstockung spürbar ästhetisch aufzuwerten. Zudem hoben sie die ausgeklügelte Lichtführung in den Räumen hervor, "die das durch Dachfenster einfallende Tageslicht tief in die Innenräume dringen" lässt.

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