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SALONE DEL MOBILE 2019
Vom Guten das Beste

Mit dem Stylepark Selected Award zum Salone del Mobile 2019 zeichnet Stylepark erneut die besten Produktpremieren der Mailänder Designwoche aus. Das sind die Preisträger.
09.04.2019

Es ist soweit: Der Salone del Mobile 2019 ruft nach Mailand. Wie jedes Jahr ist die große Frage, welche der zahlreichen neuen Produkte man unbedingt gesehen haben sollte. Stylepark durfte bereits vorab einen Blick auf die Neuheiten werfen: Aus insgesamt 121 Einsendungen durch 60 Hersteller wurden von der internen, unbestechlichen Jury 22 Preisträger ausgewählt – die prämierten Produkte bieten unserer Meinung nach perfekte Beispiele für zeitgemäßes Design, das gestalterisch wie technisch in seiner Vorbildhaftigkeit überzeugt.
 
Sind Sie zur Milan Design Week vor Ort? Dann sollten Sie sich die folgenden Produkte genauer anschauen! Hier kommen unsere 22 Preisträger des Stylepark Selected Award vom Salone del Mobile 2019 in alphabetischer Reihenfolge.

Alias

"time"
Design: Alfredo Häberli
Halle 20, Stand C21/D18

Statement der Jury: So einfach, so genial – Alfredo Häberli hat mit "time" für Alias einen Stuhl aus Holz und Verbundwerkstoffen gefaltet. Ein wenig wie kunstvoller Origami mutet das gestanzte Ergebnis an, auch wenn die Inspiration des Designers aus der Snowboard-Herstellung stammt.

cc-tapis

"Fordite"
Design: Patricia Urquiola
Halle 24, Stand B10

Statement der Jury: Für ihren Teppich "Fordite" ließ sich Designerin Patricia Urquiola von einem Recyclingprozess aus der Automobilindustrie inspirieren. Fordite wird ein mehrschichtiger, gehärteter Lack genannt, der mitunter in der Juwelierkunst wiederverwertet wird. Die Spanierin überträgt die Idee auf die Wiederverwertung von Wolle aus der Teppichproduktion von cc-tapis. Ihre Teppiche mit Edelsteincharakter bleiben infolge unterschiedlicher Verfügbarkeit des Materials jeweils Unikate.

Dedon

"Rilly"
Design: GamFratesi
Halle 20, Stand A09/B08

Statement der Jury: Als "eine Vision von fließendem Wasser" beschreibt Dedon den Entwurf von Stine Gam und Enrico Fratesi. Wir stellen uns einfach vor, wie die Sonne durch das dicht mit Schnüren bespannte Kopfteil des Terrassendoppelbettes blinzelt und finden, dass "Rilly" gerade seiner formalen Leichtigkeit wegen ein echter Hingucker ist.

de Sede

"DS-319"
Design: Chen Min & de Sede Designteam
Halle 7, Stand G20

Statement der Jury: Einen gelungenen Kontrast zeigen Chen Min und das Designteam von de Sede mit "DS-319" – das filigrane Metallgestell trägt einen weich gepolsterten Lederbezug. Die dreieckige Musterung kann durch individuelle Farbgebungen hervorgehoben werden.

Desalto

"Aria"
Design: Atelier Oï
Halle 5, Stand C09

Statement der Jury: Leicht und transparent zeigt sich "Aria" vom Atelier Oï für Desalto – Je eine einzige transparente Stoffbahn umhüllt die Metallstruktur von Sessel und Hocker ohne diese zu verstecken.

Desalto

"Void"
Design: Guglielmo Poletti
Halle 5, Stand C09

Statement der Jury: Die Möbelkollektion "Void" von Guglielmo Poletti für Desalto beeindruckt in ihrer Beschaffenheit aus schwarzem Stahl. Mindestens drei Millimeter dick sind die Wände der Tische und wandlehnenden Boards. Untersucht wurde mit dem Entwurf die "Form in Bezug auf die architektonischen Vorstellungen von Masse und Leere", so der Hersteller.

Emeco

"On & On"
Design: Barber & Osgerby
Halle 24, Stand B11/C08

Statement der Jury: Nachhaltigkeit und eine neue Denkweise – die Stühle und Hocker "On & On" von Barber & Osgerby für Emeco bestehen aus recycelten Materialien wie Plastikflaschen und Glasfaser, sind für In- und Outdoor geeignet und sind dank geschwungener Rückenlehne ein Hingucker. In vielen Farben und in der Varianz mit Sitz in Eiche, Esche oder gepolstert bieten sich dazu zahlreiche Möglichkeiten für eine individuelle Ausführung.

Estiluz

"Asana"
Design: OiKo Design
Halle 11, Stand E29

Statement der Jury: Der Begriff Asana ist praktizierenden Yogies in erster Linie als Überbegriff verschiedener Yogastellungen bekannt. OiKo Design aus Barcelona ließ sich von einer der Übungen inspirieren und schuf eine Leuchte, bei der es aufs Gleichgewicht ankommt. Der bewegliche Arm des Leuchtstabs lässt sich individuell ausrichten. "Asana" von Estiluz dient wahlweise auch als Tisch oder Lesepult – ein ausgewogenes Konzept.

Foscarini

"Uptown"
Design: Ferruccio Laviani
Halle 11, Stand A29/B18

Statement der Jury: Die Bodenleuchte von Ferruccio Laviani für Foscarini erinnert an New Yorker Wolkenkratzer aus der aus Dreißigerjahren. Gehärtetes und per Siebdruck gefärbtes Glas lassen "Uptown" zu einer in Farbverläufen leuchtenden Skulptur erstrahlen.

Fritz Hansen

"JH 97"
Design: Jaime Hayon
Halle 22, Stand E22/D23

Statement der Jury: Ein wenig US-Design der Siebziger, etwas Skandi-Look und viel spanische Ungezwungenheit – der Sessel von Jaime Hayon für Fritz Hansen fühlt sich im privaten Umfeld ebenso zuhause wie in Hotellobbys oder Büros. Die Rundungen des Massivholzrahmens führen sich in den Rundungen der Polster fort. Die Bezüge sind abnehmbar. Ein Individualist mit Vielseitigkeit.

Kinnasand

"Scrap_CMYK"
Design: Rikako Nagashima
Halle 22, Stand E25/ F20

Statement der Jury: "Scrap_CMYK" von Rikako Nagashima für Kinnasand vereint Grafik und Nachhaltigkeit – die vier luftigen Designs werden im Digitaldruckverfahren auf recyceltes Polyester aufgebracht.

Kreon

"Oran"
Design: Kreon, Kristof Pycke
Kreon Creative Space, via V. Forcella 5, 20144 Milano

Statement der Jury: Für Kreon ist "Oran" ein Schritt auf ein neues Spielfeld. Konzentrierte sich der belgische Leuchtenhersteller bisher auf architektonische Leuchten, ist diese die erste dekorative Pendel- und Deckenleuchtenfamilie im Programm. Angelehnt an die Silhouette alter Werkstattleuchten, trägt die Kollektion eine minimalisierte Kontur – schlicht in Weiß und Schwarz oder mit edlen Akzenten in Bronze. Die "Glühbirnen" sind mundgeblasen und in zwei Formen, rund und kegelförmig, erhältlich.

Lema

"Ombra"
Design: Piero Lissoni
Halle 7, Stand B15/C20

Statement der Jury: Geometrie und Funktion: "Ombra" von Piero Lissoni für Lema zeigt klare Linien aus schwarz lackiertem Stahl, die mit einer leichten Polsterung verbunden sind. Wirkt der Stuhl auf den ersten Blick sehr filigran, überrascht der Stuhl mit starkem Charakter.

Magis

"Costume"
Design: Stefan Diez
Halle 20, Stand C15/D14

Statement der Jury: Mit "Costume" für Magis verbindet Stefan Diez Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Das Sofasystem trägt abnehm- und waschbare Bezüge. Das Basiselement mit optionaler Armlehne trägt ein Polster aus so wenig wie nötig des umweltschädlichen, nicht recyclingfähigen PU-Schaums. Innovativ ist die Art und Weise, auf die der nahtlose Bezug einer Lastwagenplane ähnlich über das Sitzmöbel gespannt wird.

Magis

"Vela"
Design: Gilli Kuchik und Ran Amitai
Halle 20, Stand C15 / D14

Statement der Jury: Aus Magnesium gefertigt, überrascht "Vela" als flexibles Leichtgewicht und ist bis in die Details durchdacht: Dank der Aussparungen in der Rückenlehne und der leicht abgeschrägten Sitzfläche fließt das Regenwasser einfach ab.

Mattiazzi

"Fronda"
Design: Sam Hecht und Kim Colin
Halle 20, Stand E08

Statement der Jury: Ein wenig fühlt man sich in frühere Zeiten versetzt. Sind das nicht die Sitze aus alten Tramwagons? Oder stammen sie von den Tribünen eines Sportstadions? Sam Hecht und Kim Colin verbinden in ihrer Hocker- und Stuhlserie "Fronda" für Mattiazzi nicht nur Holz und Stahl. Sie kombinieren darin eine bekannte Typologie mit diffusen Anspielungen und einer Zusatzfunktion in Form einer Ablage.

Pedrali

"Soul Outdoor"
Design: Eugeni Quitllet
Halle 10, Stand B19/ C28

Statement der Jury: Skulptural und praktisch – "Soul" von Eugeni Quitllet für Pedrali zieht jetzt auch nach draußen und zeigt mit metallischer Oberfläche und Sitz aus Holz einen neuen, interessanten Charakterzug.

Petite Friture

"Francis Table"
Design: Constance Guisset
Halle 16, Stand F52

Statement der Jury: Die Oberfläche von Constance Guissets Beistelltisch "Francis Table" für Petite Friture erinnert an einen Ölfilm auf Wasser – oder ein abstraktes Aquarell. Der Farbeffekt verleiht der verspiegelten Tischoberfläche eine enorme Tiefe. Spiegel, Stahl und Epoxidharzlackierung mögen eine ungewöhnliche Materialkombination sein, wirken hier aber durchweg gelungen.

Plank

"Fila"
Design: Konstantin Grcic
Halle 20, Stand D21

Statement der Jury: Mit "Fila" für Plank hat Konstantin Grcic ein filigranes Leichtgewicht entworfen. Das Gestell aus eloxiertem Aluminium ist in Schwarz, Silber oder Gold erhältlich. Die Tischoberfläche besteht aus HPL in zahlreichen Ausführungen und Farben.

Pulpo

"Bent Tables"
Design: Sebastian Herkner
Halle 6, Stand C41 (Euroluce) und Halle 9, Stand B08

Statement der Jury: Die Markanz seiner Leuchte "Bent" hat Sebastian Herkner für Pulpo in einen Tischfuß für die Serie "Bent Tables" übersetzt. Trotz seiner filigranen Gussglasform trägt der Fuß eine Marmorplatte in Weiß oder Schwarz und spielt so mit Kontrast und Struktur.

Sancal

"Meeting Point"
Design: Luca Nichetto
Halle 10, Stand B04

Statement der Jury: Angelehnt an die zentrale U-Bahn Haltestelle "Turati" in Mailand schafft Luca Nichetto für Sancal den "Meeting Point", ein System aus Pouf und Tisch mit Sitzbezug in Rot und Gelb. Die verspielte Kombination ist multifunktional und lädt auf sympathische Weise zu einer kleinen Pause ein.

Vibia

"PlusMinus"
Design: Stefan Diez
Halle 11, Stand C29/D16

Statement der Jury: Mit "PlusMinus" hat Stefan Diez für Vibia eine flexible Leuchte geschaffen, die keiner aufwändigen Kabellegung bedarf und sich mit einem Textilband sowohl horizontal wie vertikal spannen lässt – von oben nach unten, von links nach rechts oder einmal schräg durch den Raum. Die Position des kugelförmigen oder flachen Leuchtkörpers kann individuell entlang des Bandes verändert werden.

Zeitraum

"Taut"
Design: Klemens Grund
Halle 5, Stand B05

Statement der Jury: Wie gut gute Gestaltung ist, erweist sich in der Regel in den Details. Klemens Grund kombiniert Design und Handwerk und kreiert mit "Taut" für Zeitraum einen durchdachten Massivholztisch, der sich dank traditioneller Steckverbindungen einfach und werkzeugfrei aus einem flach verpackten Einzelteilpaket zusammensetzen lässt.

&tradition

"Setago"
Design: Jaime Hayon
Via Giovanni Raiberti, 20129 Milano

Statement der Jury: Eine kleine, kabellose Leuchte, die sich Drinnen wie Draußen wohlfühlt: Jaime Hayon hat sich mit "Setago" für &tradition von einem formschönen Pilz inspirieren lassen, der seinen weißen Leuchtenkopf aus allem regt, worauf der platziert wird. Und soll der kleine Pilz sich einmal ganz dezent im Hintergrund halten, kann man ihm ganz leicht dimmen.