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"Pond" von Tesseraux + Partner für Bette
© Bette
"Pond" von Tesseraux + Partner für Bette

ISH 2019
Täglich am Wasser

Wer die Badezimmertür hinter sich zuzieht, weiß: Jetzt darf entspannt werden. Auf der ISH in Frankfurt am Main taucht man in Wohlfühloasen ein, die ein Spa-Erlebnis für alle Sinne bieten. Dazu gehören auch Tools, die das tägliche Ritual im Bad angenehm unterstützen.
von Anna Moldenhauer | 14.03.2019

Das Gefühl der Schwerelosigkeit: Nach einem langen Tag auf der Internationalen Sanitär- und Heizungsmesse ISH ist die Erholung im Vollbad sehr willkommen. Der japanische Hersteller Toto weiß das und hat mit der "Recline Comfort-Technologie" der inneren Form der Wanne einen Schwung verliehen, die sich an der S-Kurve der Wirbelsäule orientiert. Kopf- und Fußstütze bieten ein Extra an Ergonomie. Bei Burgbad hingegen schwebt man in der Relax-Badewanne "Badu" von Thomas Gerig: Die aus Mineralguss gefertigte Wanne hält den Badenden mit einer Sitzmulde am Boden sanft in Position und lässt ihm damit die Möglichkeit sich ganz der Entspannung hinzugeben. Bei Laufen darf man in die freistehende Badewanne von Patricia Urquiola gleiten, welche nun die "Sonar"-Kollektion ergänzt. Mit schlanker Ausführung bietet sie ausreichend Platz und integriert zusätzlich eine Armaturenbank. Optional lässt sich eine Kopf- und Rückenlehne ergänzen. Der Kreis als perfekte Form gehörte auf der ISH klar zum grafischen Konzept des hauseigenen Spa: Sei es als runde Ablageschale von Laufen, die auf den Sonar-Wannenrand gesteckt werden kann, als Waschschüssel "Aqua" von Alape oder für das Vollbad in der freistehenden Wanne "Pond" von Tesseraux + Partner für Bette. Auch Victoria + Albert setzen mit "Taizu" von Steve Leung auf die Kreisform. 

"Sonar" von Patricia Urquiola für Laufen
© Laufen
"Sonar" von Patricia Urquiola für Laufen
"Aqua Deep Indigo" von Alape
© Alape
"Aqua Deep Indigo" von Alape
Floating Badewanne mit Recline Comfort-Technologie von TOTO
© TOTO
Floating Badewanne mit Recline Comfort-Technologie von TOTO

Mehr Show als Geometrie darf es in der Dusche sein: Dornbracht erweitert mit "Aquamoon ATT" die Aquamoon-Produktfamilie und fügt der Choreografie aus Lichtszenarien und sanften Düften die vierte Strahlart "Embrace" hinzu, die den Körper bis auf den Kopf vollständig in Wasser hüllt. Für das Abrufen der individuellen Szenarien dient die sanfte Berührung eines Touchdisplays. Über eine offene IP-basierte Schnittstelle lässt sich "AquamoonATT" zudem auch mit anderen digitalen Systemen vernetzen, sodass beispielsweise die Lieblingsmusik zur Atmosphäre addiert werden kann. Auch hansgrohe bietet mit dem digitalen System "RainTunes" Szenarien für ein individuelles Duscherlebnis aus Wasser, Licht, Ton und Duft. Sieben Optionen können je nach Stimmung angewählt werden, von "Guten Morgen" bis "Gute Nacht". Die Vernetzung mit weiteren Systemen des Smart Home wie Licht und Ton ist dabei ebenso möglich wie die Steuerung über mobil platzierbare Bedienknöpfe mit Bluetooth-Technologie wie dem fest installierten Bedienfeld.

"RainTunes" von hansgrohe
© hansgrohe/Hansgrohe SE
"RainTunes" von hansgrohe
Strahlart "Embrace" des "AquamoonATT" von Dornbracht
Foto: Markus Jans © Dornbracht
Strahlart "Embrace" des "AquamoonATT" von Dornbracht

Digital und analog

Den Regler für die Temperatur des Wassers oder die Strahlstärken muss man auf der ISH nicht mehr lange suchen: Mit der Rückkehr der Neunzigerjahre als Trend kommen auch die großformatigen Thermostate zurück. Gessi ließ sich für "Hi-Fi" gleich von der Optik einer Musikkompaktanlage inspirieren und kombinierte die Funktion mit einer großzügigen Ablagefläche. Den Gegenpart setzen dazu kompakte Temperaturregler am Waschbecken mit farbigen LED-Licht für die Warm- und Kaltwasseranzeige, wie "Duravit D.1e" von Matteo Thun und Antonio Rodriguez. Fortschrittliche Technik versteckt sich auch im Spiegel, wie bei dem "Royal Lumos Lichtspiegel" von Keuco: Von warmweißem Licht am Abend bis zur kaltweißen Version am Morgen lässt sich die individuelle Wohlfühlstimmung über die Beleuchtung ganz im Sinne des HCL perfekt unterstützen. Ebenso kann die Spiegelheizung und ein Soundsystem über das Bedienpanel angewählt werden. Der Lieblingssong vom Smartphone klingt dann via Bluetooth über die Fläche in den Raum. Auch die Sprachsteuerung findet langsam, aber sicher ihren Weg in das Bad: Wer dort eine Fußbodenheizung sein Eigen nennt, die über "Viega Fonterra Smart Control" geregelt wird, kann sie mit dem digitalen Assistenten "Amazon Alexa" kombinieren. 

Ganz analog bleibt das hauseigene Spa vorerst im Bereich der Badmöbel und Accessoires: Damit es auf den Ablageflächen nicht zu kleinteilig wird und auch das Auge entspannen darf, verschwinden die Pflegeprodukte vorzugsweise im großzügigen Stauraum von Waschtischen wie "Breccia" von Antonio Lupi. Klassische Pumpbehälter und Zahnputzbecher gehören ebenso weiterhin zum Standardbild – etwas überraschend angesichts des parallel gezeigten Fortschrittes der Digitalisierung. Einen Ladepunkt für die elektrische Zahnbürste sucht man da vergebens und selbst der sensorgesteuerte Seifenspender ist außerhalb der angedachten Nutzung im Objektbereich noch eher eine Seltenheit. Der Blick in die Zukunft des Badezimmers als Spa verläuft so auf der ISH zwischen Ideen von Übermorgen und Vorgestern, zwischen fortschrittlicher Technik und altbewährten Ansätzen.

"Duravit D.1e" von Matteo Thun und Antonio Rodriguez für Duravit
© Duravit
"Duravit D.1e" von Matteo Thun und Antonio Rodriguez für Duravit
"Royal Lumos Lichtspiegel" von Keuco
© Keuco
"Royal Lumos Lichtspiegel" von Keuco
"Hi-Fi" von Gessi
© Gessi
"Hi-Fi" von Gessi

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