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Schöne Stubenhocker

#Stayathome, bleib zu Hause, um deine Gesundheit und die von anderen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen – das ist das Gebot in diesen Tagen. Stylepark zeigt Ihnen zehn praktische Inspirationen für ein Homeoffice, in dem das Wohlgefühl nicht zu kurz kommt.
von Anna Moldenhauer | 24.03.2020

1. Platz gespart

Ist man im Büro meist an eine großzügige Tischfläche gewöhnt, so bietet das Großstadtapartment im Vergleich eher wenig Platz für ausgedehnte Collagen aus Papier. Wenn der Raum nach Feierabend als Wohnzimmer dienen soll, schaut man obendrein ungern von der Couch aus auf ToDo-Listen und Aktenstapel. Eine charmante Lösung bietet der Sekretär "STENDHAL" vom Studio LucidiPevere für Ligne Roset: Hinter seinen textilbespannten Flügeltüren verbergen sich Ablageflächer, eine ausklappbare Tischplatte aus Nussbaumfurnier und ein LED-Schreiblicht.

2. Wie es mir gefällt

Das Schöne am Homeoffice ist: Es liegt uns völlig frei den persönlichen Arbeitsplatz so zu gestalten wie wir möchten. Funktionale Elemente, die in Farbe und Form individuellen Spielraum lassen, sind daher ideal. Besau Maguerre haben für Schönbuch acht Wandschränke in geometrischen Formen entworfen, vom Kreis bis zum Quadrat, für dessen Lackierung aus einer großen Palette gewählt werden kann. "SIMETRIA" heißt die Kollektion, die im Homeoffice all den Kleinigkeiten ein schickes Zuhause gibt und gleichzeitig einlädt, mit ihnen eine kleine Installation an der Wand zu kreieren.

3. Stauraum schaffen

Den Überblick behalten – im Homeoffice gar nicht so einfach. Wer nicht papierlos arbeiten kann, braucht Stauraum. Dieser Meinung waren auch Relvãokellermann und haben mit dem Trolley "pleto" für Gumpo einen mobilen Helfer aus pulverbeschichtetem Stahl geschaffen, der sich stets dezent im Hintergrund hält. Versetzbar sind auch seine minimalistischen Accessoires, wie der Stiftehalter. Wer kleine Kinder zu Hause hat, die gerne im Homeoffice auf Entdeckungstour gehen, wird zu schätzen wissen, dass man "pleto" abschließen kann. Schön und praktisch ist auch "BOXIE" von Pedrali: Je nach Bedarf kann der wendige Rollcontainer mit Schubladen oder Einlegeböden ausgestattet werden. Gefertigt aus Polypropylen und Stahl, addieren die Designer Claudio Dondoli und Marco Pocci mit "BOXIE" sanfte Töne von Puder bis Dunkelgrau in das heimische Büro.

4. Besser sitzen

Unser Rücken wird ungern aus seinem gewohnten Takt gebracht – und reagiert nach dem Umzug ins Homeoffice schnell verstimmt. Stefan Diez hat für Wagner Living mit dem D1 Office Chair für das Sitzen am Schreibtisch das Wohlgefühl ins Spiel gebracht. Seine Weiterentwicklung des dreidimensional beweglichen Dondola® Sitzgelenks bietet eine Entkopplung der starren Verbindung zum Stuhlunterteil. Mikrobewegungen sind so möglich, die die Wirbelsäule entlasten und Verspannungen vorbeugen. In mattem Weiß wirkt der Bürostuhl extra elegant.

5. Flexibel bleiben

Home Office bedeutet Multitasking und das kann auch spielerisch sein: An den Sitzbock von Rudolph Schelling Webermann für Wilkhahn kann man sich während eines Telefonats am Handy locker anlehnen oder sich kurz hinsetzen um etwas im Laptop nachzuschauen. Gefärbt in Orange ist der Sitzbock aus Polypropylen zudem ein knalliger Hingucker, sei es im Wohnraum oder auf der Terrasse. Wer möchte, stattet den Bock mit einer rutschfesten Satteldecke aus Filz aus. Gradliniger ist die Ablageelementkollektion "Diana" von Konstantin Grcic für Classicon: Je nach Ausführung bietet der Allrounder aus Stahlblech jede Menge Nutzungsmöglichkeiten für das Heimbüro, von der Notebookablage über den Sitzplatz bis zum Zeitungsständer.

6. Goodbye Kabelsalat

Laptop, Handy, Drucker, eventuell ein zweiter Bildschirm, Telefon und Router – wer von zu Hause arbeitet, merkt schnell das die klassische Zweiersteckdose bei weitem nicht ausreicht. Eine schlecht erreichbare Mehrfachsteckdose plus jede Menge Kabelsalat im Fußraum zerrt zugleich nicht nur optisch an den Nerven. Scot Wilson & Minimal haben sich daher den runden PowerPod für Steelcase ausgedacht, der vier Steckdosen inklusive Energiesparschalter in einem bietet und sich einfach auf dem Tisch platzieren lässt. Benötigt man mal keinen Nachschub für den Akku, kann die Steckdose ganz einfach mit einem Stiftehalter abgedeckt werden.

7. Neuer Takt

Morgens in aller Frühe oder lieber abends bis in die späten Stunden – Homeoffice bedeutet oft, das sich der Arbeitsrhtymus verschiebt. So anpassungsfähig wie wir sollte die Beleuchtung sein. Ikone und Newcomer passen hier perfekt zusammen: Wie die LED-Weiterentwicklung der Schreibtischleuchte "Tolomeo" von Michele de Lucchi, "Tolomeo Tavolo Midi" für Artemide. Oder die auf 100 Stück limitierte Neuauflage der "Peitschenleuchte" Midgard TYP 113, dessen erste Ausführung schon den Bauhausschülern beim Konzentrieren half. Darüber hinaus gibt uns ein portables Licht wie "Parrot" von Timon und Melchior Grau für Tobias Grau viel Bewegungsfreiheit an die Hand: Der Körper ist höhenverstellbar, der Kopf beweglich und das Gewicht gering – ein mobiles Lichtobjekt mit farbigem Körper von Orange bis Schwarz.

8. Sofaliebe

Auf dem Sofa arbeiten? Das klingt verlockend, nur sind die meisten Wohnpolster dafür nicht gedacht. Edward Barber & Jay Osgerby haben das geändert und mit "Soft Work" für Vitra ein Sitzsystem geschaffen, das für die entspannte Heimarbeit keine Wünsche offenlässt: Die Sitzgeometrie ist ergonomisch, die Rückenlehnen beweglich. Integrierte, bewegliche Tische dienen als Ablage, versteckte Steckdosen und USB-Anschlüsse lassen sich bei Bedarf zwischen den Sitzkissen hervorschwenken. Wer gerne die Wahl zwischen Tisch und Sofa hat, dem nützt ein platzsparendes, geradliniges Tischmodell oft am meisten. Wie die kompakte Neuauflage von "Compas Direction", den Jean Prouvé einst für Vitra entworfen hat: Ein zeitlos passendes Modell aus Massivholz und Stahl.

9. Bits und Bobs

Der Kleinkram der Arbeit, vom Stift bis zur Heftklammer, bedarf im Home Office umso mehr ein Zuhause das für Ordnung sorgt und dabei nicht zu sehr nach schnöden Bürograu aussieht. Der Meinung war auch Lievore Altherr, die für Arper "Paravan Mood" entworfen haben: Ein grafisch wirkendes Set an Accessoires aus Metall in Weiß und Schwarz, das zur Panel-Kollektion "Paravan" passt – aber ebenso getrennt davon nützlich ist. Thomas Feichtner setzt für Bene mit den "Studio Accessoires" unter anderem für Stiftablage, Buchstütze und Toolbox neben Stahl auf Eiche und Keramik. Und das "Float Shelf" von New Tendency passt als reduziert geometrische Wandkonsole perfekt über jeden Schreibtisch.

10. Volumedreher

Wer sonst im Büro viel telefoniert, für den gehört das auch im Homeoffice zum Alltag, Videokonferenzen kommen dazu. Da ist eine schallabsorbierende Idee gefragt, die Funktion mit Ästhetik vereint. Die zylinderförmige Pendelleuchte "BuzziProp" von Buzzispace schafft mit textilem Bezug in vielen Farben eine wohnliche Atmosphäre. Ganz nebenbei sorgt sie für eine entspannte Akustik.

Extra: Entspannt bleiben

"Ein Kissen auf vier Rädern" nannte Pauline Deltour ihren Entwurf "Drop" für COR einmal und das ist ziemlich untertrieben. Die Kollektion aus kleinen und großen runden Hockern bietet Ablagefläche, Sitzfläche und auf der Version mit Rollen flitzt man ganz wunderbar von A nach B. Wird mal mehr Platz gebraucht, lassen sich die Hocker schnell übereinanderstapeln und werden zur farbenfrohen Skulptur: Stahlrahmen und Polsterzylinder sind Ton in Ton jeweils aufeinander abgestimmt, von Blau über Orange, Gelb bis Schwarz.